Unland

Unland ist ein spannendes Buch. Eines, das einen nicht mehr so leicht loslässt. Dabei beginnt alles ganz harmlos: Die 14-jährige Franka kommt von Berlin in eine Wohngemeinschaft in dem kleinen Dorf Waldburgen. Sieben Kinder leben mit den Heimeltern in dem Haus, jedes mit einem eigenen Packen, das es zu tragen hat. Nach und nach kommen ihre traurigen Geschichten zum Vorschein.

Da Franka wie ein Junge aussieht, wird sie zunächst von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt und in der Schule gehänselt. Das Mädchen lässt sich davon aber nicht unterkriegen – und ist dem Leser von Anfang an sympathisch. Doch bald schon geschehen ungewöhnliche Dinge und die Bewohner der Wohngemeinschaft geraten unter Verdacht. Aber auch die Bewohner von Waldburgen, so scheint es, haben etwas zu verbergen. Ein geheimnisvolles Gebiet befindet sich hinter Waldburgen, Ruinen hinter einem Elektrozaun. Etwas, worüber man lieber nicht spricht. Das müssen Franka und ihre Freunde untersuchen! Doch wer hier einen Krimi erwartet, wird am Schluss des Buches ordentlich überrascht. Nichts ist, wie es aussieht. Mehr sei an dieser Stelle aber nicht verraten! Nur eins vorweg: Man hat das Bedürfnis, über diesen Schluss mit jemand anderem zu reden, er lässt einen nicht so schnell los.

Fazit: Antje Wagner gelingt es in ihrem Jugendbuch, das auch für Erwachsene absolut lesenswert ist, die Personen mit ihren kleinen Macken lebendig werden zu lassen und ordentlich Spannung zu erzeugen.

Antje Wagner:
Unland
bloomsbury,
ISBN 9783833350528
Inzwischen ist auch eine preisgünstige Taschenbuchausgabe bei Gulliver erschienen.