Guillaume Musso: Das Mädchen aus Brooklyn

„Anna!“, rief ich, während ich in den Vorraum stürzte.

Im Wohnzimmer war niemand. Der Boden war von Glasscherben übersät. Ein mit Nippes vollgestelltes Regal war umgestürzt und hatte den niedrigen Glastisch zerbrochen, der in tausend Stücke zersprungen war. Mitten in diesem Chaos lag der Schlüsselbund mit dem Anhänger, den ich dir wenige Wochen zuvor geschenkt hatte.

„Anna!“

Die große , von Vorhängen gerahmte Glasfront stand offen. Ich schob die im Wind flatternden Stoffbahnen zur Seite und trat auf die Terrasse. Wieder rief ich deinen Namen. Ich wählte deine Handynummer, aber mein Anruf wurde nicht angenommen.

Ich sank auf die Knie. Wo warst du? Was war in den zwanzig Minuten meiner Abwesenheit geschehen? Welche Büchse der Pandora hatte ich geöffnet, als ich die Vergangenheit heraufbeschwor?

Guillaume Musso:
Das Mädchen aus Brooklyn
Piper-Verlag 2017

 

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