Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut (DVD)

„Wer seinen Sohn nicht bis zum 13. Lebensjahr beschneidet, der stellst sich außerhalb des Bundes mit Gott“ – so heißt es in der Tora. Und da Simons Vater sich an die 248 Gebote und 365 Verbote der Tora halten will, soll der kleine chirurgische Schnitt, der noch fehlt, nachgeholt werden. Freilich: Simons Mutter sieht das Ganze als Barbarei. Der Familienfrieden ist mehr als gefährdet.

Witzig und unterhaltend – so kommt der Film „Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut“ daher. Leichtfüßig nimmt die manchmal schwarze, aber nie bitterschwarze Komödie die Beschneidung aufs Korn. Die Mutter ist strikt dagegen, dass ihr inzwischen 12-jähriger Sohn Simon beschnitten wird, der Vater dafür, seit er die Religion wieder für sich entdeckt hat und versucht, alle Gebote der Tora einzuhalten. Hinzu kommen Simons pubertäre Freunde und die erste große Liebe, die sein Leben ordentlich durcheinanderwirbeln und schließlich nimmt Simon die Sache selbst in die Hand – mit fatalen Folgen.

Einzelne Szenen des Films waren mir etwas zu übertrieben, wie etwa die Sitzung der Opfer männlicher Genitalverstümmelungen, insgesamt aber ist es ein witziger und zugleich feinsinniger Film.

Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut
Regie: Viviane Andereggen 
Indigo-Film 2015 

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