Brügge sehen … und sterben?

Wie können die Kanäle und Kirchen und Kopfsteinpflasterstraßen, die Brücken und Schwäne und all das märchenschafte Scheißzeug nicht sein Ding sein?

Ray langweilt sich in Brügge. Kanäle, Kirchen, Kopfsteinpflaster: nicht sein Ding. Der ältere Ken hingegen ist von dem historischen Stadtkern fasziniert. Die beiden Auftragskiller sind nach Brügge geschickt worden, um für eine Weile unterzutauchen. Da Ray an seinen Schuldgefühlen zerbricht – er hat aus Versehen bei einem Attentat einen kleinen Jungen erschossen, soll Ken ihn aus dem Weg schaffen. Doch das misslingt ihm. So kommt schließlich der Auftraggeber selbst nach Brügge, um für Ordnung zu sorgen.

Der Film besticht vor allem durch seine kaum bis gar nicht vorhandene Handlung und das Inszenesetzen des Wartens. Denn daraus gewinnen die knappen Dialoge, die zum Teil surreal anmuten, ihre Kraft. Die Mischung aus Kaltblütigkeit, Ehrenkodex und Sentimentalität verblüfft den Zuschauer immer wieder.

Hinzu kommt ein Arsenal schräger Figuren von Kleinwüchsigen bis zu Kleinkriminellen. Mit seinem schwarzen Humor ist „Brügge sehen… und sterben?“ ein Film, den man immer wieder ansehen kann.


Brügge sehen… und sterben?
Regie: Martin McDonagh
Universum Film, 2008

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