Der Klang des Herzens (DVD)

Wer sich mal wieder einen hoffnungslos sentimentalen Film ansehen möchte, liegt mit „Der Klang des Herzens“ auf jeden Fall richtig. Ginge es nur darum, dass der 11-jährige Waisenjunge Evan seine Eltern wiederfindet, so wäre der Film grausig anzusehen: abstruse Zufälle gepaart mit einem nur so vor Schmalz triefendem Happy End. Hollywood eben.

Doch das ist die unbedeutendere Geschichte, die im „Klang des Herzens“ erzählt wird. Übergeordnet ist die Geschichte von Evan, der seinen Weg sucht und geht. Man kann ihn, den 11-Jährigen, mit Fug und Recht als Wunderkind beschreiben. Lässt man die etwas kitschige Vorstellung weg, er würde seine Eltern finden, wenn sie erst seine Musik hören, so ist es seine innere Stimme, die ihm Kraft gibt und ihn zur Musik treibt: „Die Musik ist immer da, man muss einfach nur zuhören.“

Mühsam geht Evan seinen Weg – im Waisenhaus ist er nicht glücklich. Und so flieht er nach New York, wo er schließlich in eine Kinderbande gerät, die als Straßenmusiker für einen schmierigen gescheiterten Musiker arbeiten. Erst als ein Pastor Evans Begabung erkennt, geht es für den etwas lebensfremden Evan bergauf: er kommt auf eine Musikschule, wird gefördert und bekommt die Möglichkeit zu einem großen Auftritt im Stadtpark. Und bis dahin ereignen sich noch so einige Fügungen des Schicksals…

Es sind die musikalischen Szenen, die dem Film seinen Charme geben und die einen berühren und sogar den ziemlich schnulzigen Schluss erträglich machen.

Der Klang des Herzens
Regie: Kirsten Sheridan 
Universum Film
2008 

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