Out of Rosenheim

Kalte Wintertage lassen einen im DVD-Regal stöbern und alte Klassiker rausholen. Zu den Klassikern gehört bei mir auch „Out of Rosenheim“. Für mich ist es die bunte Mixtur ganz unterschiedlicher Personen, die sich im „Bagdad Café“ tummeln, die den Film so interessant macht.

Da gibt es Jasmin Münchgstettner, die sich während des USA-Urlaubs kurzerhand von ihrem Mann absetzt – faszinierend immer wieder, mit wie wenig Worten die Trennung im Film auskommt. Dann ist da Brenda, die zupackende Besitzerin des Bagdad Cafés, das mehr schlecht als recht läuft. Ihre Kinder, die beide ihr eigenes Leben führen, inklusive einem Enkelkind. Hinzu kommt Rudy Cox, der als Kulissenmaler in Hollywood gearbeitet hat und jetzt in ebenjenem Bagdad abgeschieden von der Welt malt. Nicht zu vergessen meine liebste Nebenfigur, die Tätowiererin, die am Schluss weggeht, weil es ihr zu harmonisch geworden ist.

Feinsinnig werden im Film die Annäherungen zwischen all diesen Personen beschrieben und mit einem Gespür fürs Detail filmisch umgesetzt. Die Geschichte um Jasmin Münchgstettner ist so geradlinig erzählt und hat doch so viele Facetten, dass man den Film immer wieder anschauen kann und doch wieder etwas Neues entdeckt.

Meine Empfehlung: den Film in der englischen Version anschauen – da kommt nicht nur das falsche Englisch, das Jasmin Münchgstettner anfangs spricht, besser rüber, auch wegen des Wortwitzes lohnt sich das Original.

Out of Rosenheim
Regie: Percy Adlon
Arthaus
1987

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