Fundament der Hoffnung

Wir sind im Jahr 445 vor Christus. Jerusalem ist zerstört. Nehemia, der Mundschenk des persischen Großkönigs Artaxerxes, bekommt den Auftrag, als Statthalter nach Jerusalem zurückzukehren. Dort macht er sich daran, der Stadt neues Leben einzuhauchen, indem er zunächst die Stadtmauer wieder aufbauen lässt – das „Fundament der Hoffnung“.

Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Lynn Austin die biblische Geschichte von Nehemia, der seine Berufung erkennt und Jerusalems Stadtmauer wieder aufbaut. Neben Nehemia gehört die Leibeigene Nava zu den Hauptfiguren, ebenso Chana und ihr Verlobter Malkija, für den Nava arbeitet. Wird es Nehemia gelingen, die Stadtmauer aufzubauen, obwohl ihn die Herrscher der Nachbarvölker davon abbringen wollen? Wie ergeht es Nava, die zur Leibeigenen gemacht wird? Und können Chana und Malkija glücklich werden?

Die drei Handlungsstränge, die sich immer wieder kreuzen, sorgen für Spannung bis zum Schluss und bieten zugleich einen unterschiedlichen Blick auf die Lebenswirklichkeiten der damaligen Zeit. Wer biblische Geschichten so aufbereitet mag, für den ist der neue Band von Lynn Austin genau das Richtige. Historische Ereignisse sind verknüpft mit Einzelschicksalen, mit denen man mitfiebert.  Nur am Schluss ist mir persönlich alles zu schnell aufgeklärt und bereinigt worden.

Fazit: Lynn Austins „Fundament der Hoffnung“ eignet sich gut dazu, um etwas von Nehemia zu erfahren, der ja doch für viele Christen etwas unbekannter ist. Zugleich ist es ein spannend erzählter Roman, der viel Wert auf die Gefühlswelten der Figuren legt.

Lynn Austin:
Fundament der Hoffnung.
Die Geschichte von Nehemia

463 Seiten, Francke-Verlag 2016,
ISBN 9783868275582

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