Weil es mir Spaß macht

Nathan wird auf der Polizeistation verhört. Und das dauert. Zeit, die Nathan nutzt, um über das nachzudenken, was da mit Elke geschehen ist. Stück für Stück entblättert der Ich-Erzähler während der Verhöre, was er getan hat und was ihn angetrieben hat.

„Weil es mir Spaß macht“ ist ein Jugendbuch, das einen Protagnisten hat, zu dem die Gefühle zwischen Sympathie und Antipathie ständig wechseln. Mal wirkt Nathan wie ein arroganter Schnösel, mal ist er zu bemitleiden. Mal ist er das Muttersöhnchen, mal nimmt er sein Leben selbst in die Hand.

Das Jugendbuch, vom Ansatz her eine Novelle, handelt vom Erwachsenwerden. Nur an wenigen Stellen, wenn zum Beispiel zum wiederholtesten Male auf die unschuldigen blauen Augen verwiesen wird, überzeugt es nicht.  Der Reifungsprozess des Ich-Erzählers wirkt äußerst überzeugend und nachvollziehbar.


Jan Simoen:
Weil es mir Spaß macht

Ravensburger, 2011,
ISBN 9783473583577

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