Ulrike Schäfer: Nachts, weit von hier

Er hatte nicht vor zu bleiben. Eine Nacht oder zwei wieder in einem Bett schlafen wie ein Lebender. Einen Tag ausruhen und Pflaster auf die wunden Füße legen. Wie einer, der noch vorhanden ist. Der ein Ziel hat und irgendwohin will, um irgendetwas zu tun und irgendwie zu leben.

Er ist hier hängen geblieben, in dieser kleinen Stadt. Bei diesen Menschen, die noch zurückhaltender sind als die am Fluss. Deren Sprache abgedunkelt ist, die eine abgedunkelte, zurückhaltende Freundschaft pflegen. Die jemanden wie ihn sein lassen, unbehelligt und ungefragt. Ihn, den Angespülten von wer weiß woher, den fremden Mann mit dem helleren Zungenschlag und dem verlorenen Blick.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s