Young Ones

Amerika in Dürrezeiten: In dieser Dystopie hat in den USA der Kampf ums Wasser begonnen.

Der Farmer Ernest Holm hat diesen Kampf zunächst verloren: Er und seine Kinder leben in einer kargen Wüstenlandschaft, hoffend auf Regen, er die Felder wieder fruchtbar macht,und – trotz vieler Ablehnungen – hoffend auf den Anschluss an das nationale Wassernetz. Zusammen mit seinen Kindern Jerome und Mary harrt er aus, immer mit der Hoffnung, dass es eine Aussicht auf andere Lebensbedingungen gibt.

Dabei hilft ihm Marys Freund Flem – so scheint es. Doch der hat andere Pläne: Er will sich das Land unter den Nagel reißen und er will die Bewässerung erreichen. Dafür geht er auch über Leichen. Zeit für den 14-jährigen Jerome, zu handeln …

Erzählt wird Young Ones aus drei unterschiedlichen Perspektiven: zunächst die des Vaters, dann die des Freundes der Tochter und schließlich die des Sohnes. Dadurch sind drei Lebensentwürfe gegenübergestellt.

Young Ones ist ein Film übers Erwachsenwerden. Es ist ein Film über den Egoismus der Menschen, die sich selbst in Notzeiten die Nächsten werden. Nur die Familie hat als Wertsystem noch Bestand. Young Ones ist ein Film ohne viel Handlung, ein Film, der sich Zeit lässt beim Erzählen. Es ist ein Film, der durch seine Bilder lebt. Beeindruckend ist die Kargheit der Landschaft, aber auch die Schönheit der Wüste in Szene gesetzt.

Schon lange habe ich keinen Film gesehen, der mir so gut gefallen hat.

Young Ones
Regie: Jake Paltrow,
erschienen 2014
bei Ascot Home Entertainment

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