Vaters unbekanntes Land

Die Idee des kretischen Labyrinths hat mich an Bernhard Stäbers Kriminalroman „Vaters unbekanntes Land“ fasziniert. Da drapiert ein Mörder den Kopf seines Opfers in der Mitte von einer Labyrinth-Installation in einer Ausstellung von Kunststudenten. Und ausgerechnet Arne Eriksen, ein Deutscher mit norwegischen Wurzeln, soll bei den Ermittlungen zu diesem Mordfall helfen, der selbst gerade erst Hals über Kopf Deutschland verlassen hat, um auszuspannen und erst einmal alles hinter sich zu lassen.

Wie es der Zufall so will: Arne trifft auf die Polizistin Kari, die in dem Mordfall ermittelt und die Polizeipsychologen sind nicht einsatzbereit. So wird aus dem Berliner Psychologen Arne und der norwegischen Polizistin Kari ein gutes Ermittler-Gespann. Da es sich bei dem Toten um den Sohn des Zeitungsmagnaten Tverdal handelt, gestalten sich die Ermittlungen alles andere als einfach.

Erst als ein weiterer Sohn Tverdals ermordet wird, kommt Bewegung in den Fall und aus dem sich eher langsam entwickelnden Kriminalroman wird zum Ende hin tatsächlich doch noch ein Thriller. Bernhard Stäber lässt seine Protagonisten langsam in den Fall hineinwachsen und nimmt den Leser so mit auf die Reise nach Norwegen.

Er hat sich dabei viel vorgenommen: ein ermittelnder Psychologe, der selbst eine therapeutische Behandlung braucht, Arnes Vorgeschichte, ein Ausflug nach Nordnorwegen ins Gebiet der Samen. Da bleibt es nicht aus, dass manches etwas zu kurz kommt, wie zum Beispiel die sehr kurze Kurztherapie von Arne oder der grantelnde Vorgesetzte von Kari, der doch etwas schemenhaft bleibt wie auch die anderen ermittelnden Polizeibeamte.

Fazit: ein spannender Krimi, der langsam beginnt und rasant endet.

Bernhard Stäber:
Vaters unbekanntes Land

Lyx/Egmont-Verlag,
ISBN 9783802595790

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