Das weiße Gold des Nordens

„Jarl Hakon hatte einige Kämpfe mit den Gunhildssöhnen zu bestehen, und viele Männer fielen auf beiden Seiten“ – aus dieser knappen Information einer Saga hat Axel S. Meyer einen über 650 Seiten langen historischen Roman geschaffen. Er spielt zwischen 965 und 967 nach Christus im Norden Europas, zu der Zeit als die Wikinger zu Christen wurden.

Hauptperson ist der Jarl Hakon, einer der letzten Herrscher im Norden, die noch nicht den neuen Gott der Christen verehren. Sein Kontrahent ist Harald Graufell, ein Wikinger, der seinen Machtbereich vergrößern will und Bischof Poppo, der endlich Hakon zum Christen machen will. Folglich kommt es zum Krieg, genauer gesagt: zu einigen Kriegen. Es geht um Geld, vor allem um die geraubten wertvollen Stoßzähne der Narwale, es geht um Krieg und Macht und natürlich auch um Liebe, Verrat und Intrigen.

Angenehm ist, dass es in dem Buch einige „starke“ Nebenfiguren gibt, die sehr plastisch dargestellt sind, dazu gehören auch mehrere Frauen. Die Brutalität einzelner Szenen im Buch (und damit meine ich nicht nur die Kriegsszenen!) ist nichts für schwache Nerven.

„Das weiße Gold des Nordens“ hat so ziemlich alles, was ein historischer Roman haben muss. Er ist durchgehend spannend geschrieben, es gelingt ihm, die Zeit der Christianisierung in Nordeuropa lebendig werden zu lassen und man lernt dazu, zum Beispiel, was ein Holmgang ist.

Axel S. Meyer:
Das weiße Gold des Nordens
Rororo – historischer Roman,
ISBN 9783499267147, 2014

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