Ingo Bernhard: Zeitschmelze

Bistros, Gaststätten, kleine Lebensmittelläden stoßen ihre Geruchsschwaden in die schwülwarme Luft, es riecht nach Müll, feuchtem Holz und angeschimmeltem Mauerwerk. Im August ist die Stadt nahezu menschenleer. Nur die Alten streunen wie müde Katzen durch die Straßen und Gässchen, sitzen allein oder in Gruppen in Straßencafés, taub für die Müllautos, die Straßenreinigung, die Kleinlaster der Handwerker, die über das Kopfsteinpflaster rumpeln und deren Geräusche sich unter den Arkaden verfangen.

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