Der Bilderwächter

Ilka ist die Hauptfigur in diesem neuen Thriller von Monika Feth. Im Gegensatz zu früheren Büchern der Jette-Reihe spielt Jette Thalbach dieses Mal nur eine Nebenrolle. Als Detektivin tritt sie erst am Schluss des Buches auf.

Auf 478 Seiten ist dieses Mal Ilka Helmbach im Vordergrund. Sie und ihr verstorbener Bruder Ruben Helmbach, „Superstar“ Ruben. Denn zwei Jahre nach dem Tod des erfolgsverwöhnten Malers soll der Nachlass nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Doch der Assistent des Nachlassverwalters wird plötzlich ermordet und in Ilka kommen all die negativen Erinnerungen wieder hoch. Negative Erinnerungen, die auch mit einem kleinen Geheimnis zu tun haben.

Ohne zu viel zu verraten: bei einem Mord bleibt es nicht. Wobei in diesem Buch von Monika Feth die Spannung nicht im Vordergrund steht. Das Erfolgsrezept ist dieses Mal in der Art, wie die Figur der Ilka dargestellt ist, zu suchen und zu finden. Sie ist mehr denn je als eigenständiger Charakter gezeichnet. Ihrer persönlichen Entwicklung, ihrem Umgang mit der Vergangenheit gilt das Interesse des Lesers.

Mit Andeutungen und Vorausahnungen geht Monika Feth in diesem Band vergleichsweise sparsam um. Die Handlung ist eher linear, Nebenhandlungen gibt es kaum, wenn auch wie immer einige falsche Fährten gelegt sind.

Wie alle Jette-Thriller ist auch dieser, der fast ohne Jette auskommt, empfehlenswert, gerade weil der Fokus der Autorin nicht mehr so sehr auf dem Spannungsaufbau, sondern vielmehr auf der Entwicklung der Figuren liegt.

Monika Feth: Der Bilderwächter
cbt Jugendbuchverlag,
ISBN 9783570308523

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