Friedrich der Große

Bernd Gutberlet geht in seinem Hörbuch neue Wege, um das Leben Friedrichs des Großen zu beleuchten. Er beschreibt die Orte, die Friedrich als Kind geprägt haben und die Orte, die ihm später wichtig wurden.

Dabei entsteht mosaikhaft ein Bild Friedrichs: das Kind, das keine väterliche Liebe erfährt, das einen stümperhaft geplanten Ausbruchsversuch unternimmt. Der Landesherr, der taktisch kühl plant, der sich im Detail um die Angelegenheiten des Landes kümmert. Der Bauherr, der vor allem fernab der Hauptstadt seine Visionen verwirklicht. Der Feldherr, der gewinnt, weil das Glück ihm hold ist und zuletzt auch der Philosoph, als der Friedrich allein begraben werden will.

Am beeindruckendsten ist wohl die Akribie, mit der Friedrich der Große arbeitet: Kriegsschäden lässt er im Detail aufschreiben und entscheidet selbst, wie beim Wiederaufbau vorgegangen werden soll. Selbst um die schleppende Akzeptanz der Kartoffel als Nahrungsmittel kümmert sich Friedrich persönlich.

So entsteht ein Bild dieses Herrschers, das ambivalent ist. Freilich: ein vollständiges Bild ist es nicht. Man will mehr wissen von diesem Mann, der zugleich gehasst und geliebt wurde.

Bernd I. Gutberlet:
Friedrich der Große.
Eine Reise zu den Orten seines Lebens

Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2011,
ISBN 9783654603230

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