Scholem Alejchem: Die Briefe des Menachem Mendel

Als ich heute auf dem Weg nach Tauberbischofsheim war, kam ich mir vor wie Menachem Mendel. Stand ich doch kurz vor der Stadt, als ein Umleitungsschild mich von hinnen zwang und erst eine halbe Stunde später gelang es mir, die Stadt zu betreten. Menachem Mendel, Protagonist des Hörbuchs, geht es ebenso: Immer ist er kurz vor großen Geschäften, kurz vor dem Erfolg. Dann kommt der fatale Schicksalsschlag, anschließend jedoch sogleich die Hand Gottes, die ihm ein neues, diesmal ganz und gar risikoloses Geschäft aufzeigt.

Dass die Ehefrau dabei in Kasrilivke zurückgeblieben ist – Mendel stört das mitnichten. In Briefen ermahnt sie ihn, tadelt sie ihn, droht ihm – jedoch: Mendel begibt sich von Geschäft zu Geschäft, von Ort zu Ort. Und immer kommt alles ganz anders, als Mendel es vermutet hat.

Ein kurzes Hörbuch (knapp 60 Minuten) mit vielen Verwicklungen und einer guten Prise jiddischen Humors. Das Jiddische selbst ist im Hörbuch nur angedeutet. Eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

Scholem Alejchem:
Die Briefe des Menachem Mendel
Sprecher: Fritz Muliar, aufgenommen im Herbst 1969
ISBN 3865625665

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